Lebenslauf — mal etwas ausführlicher

Lebenslauf — mal etwas ausführlicher

Ein herzliches Hallo an alle, die es interessieren könnte.

Hier ein paar Informationen zu mir und meinem bisherigen Lebenswandel:
Geboren wurde ich am 2. Tag des lauschigen Frühsommermonats Juni im Jahre der ersten Mondlandung (auf gut Deutsch: 2.6.1969 😉 in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Von diesem Ereignis (Geburt wie auch Mondlandung) bekam ich nicht soviel mit, wie ich auch die nächsten Jahre meines Aufwachsens nicht so richtig mitbekam (ich erinnere mich zumindest nicht mehr so klar daran).
Mein „richtiges“ Leben begann erst nach unserem Umzug aus der Stadt hinaus in das liebliche Taunus-Dörfchen Niedernhausen, wo ich – nach einem studienbedingten Zwischenspiel in Freiburg – auch heute wieder lebe.

Die Kindergarten- und Schulzeit überlebte ich ohne große traumatische Blessuren (aber auch ohne den vielleicht notwendigen Enthusiasmus zum Lernen des normalen Schulstoffs, ich war vielmehr daran interessiert, die Natur zu entdecken und verschlang Unmengen an Abenteuerromanen und Büchern über Naturwissenschaften und alte Kulturen)

Meinen Eltern war es lieber, dass ich nach dem Absolvieren der Realschule „etwas Richtiges lerne“ (sie ignorierten meinen Wunsch, aufs Gymnasium gehen zu wollen), ich sollte in die Fußstapfen meines Vaters treten und begann unter „sanften“ Druck eine Gärtnerlehre. Das Gärtnern interessierte mich auch sehr, da ich die Natur sehr liebe, doch war es sehr anstrengend, so dass mir für mein damaliges Lieblingshobby Karate abends keine Kraft mehr blieb. Ich schaute mich also nach etwas Neuem um. An den Naturwissenschaften interessiert bewarb ich mich als Chemielaborant, doch leider kam ich zu spät, denn nur noch Stellen als Chemikant waren frei (zum Unterschied: der Chemielaborant arbeitet mit Reagenzgläsern voll Chemikalien, der Chemikant mit Eimern voll des gleichen Stoffes). Einige kleinere „Chemieunfälle“ (an denen ich teilweise beteiligt war) später entschied ich mich dann doch, jetzt lieber mein Abitur zu machen.

Dies ist aber nach zwei Jahren nicht mehr an einer normalen Schule möglich, also ging ich an ein sogenanntes Berufliches Gymnasium, Fachrichtung Elektrotechnik. Dieses nutzte ich als Sprungbrett, um dann ein Jahr später von dieser Schulform doch noch auf ein richtiges Oberstufengymnasium wechseln zu können (jubel).

Dort verbrachte ich die nächsten drei Jahre (durch die Tatsache, dass ich mir meinen Lebensunterhalt durch Arbeiten in einem Restaurant und abendliches Taxifahren selbst bestreiten musste, in meiner effektiven Lernfähigkeit etwas gebremst) und verließ diese Schule dann doch tatsächlich mit dem Abitur (was lange währt wird endlich gut. Tja Eltern, hättet ihr mich wohl besser früher gelassen 😉 Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass ich – ein Meister in der Ausnutzung von „Zeitscheiben“ – während des Wartens auf Taxi-Kunden auch noch nebenbei Manuskripte als freier Mitarbeiter eines Verlages korrekturlas. So konnte ich meinen kargen Taxifahrer-Stundenlohn noch aufbessern … und bewegte mich schon damals in Richtung eines Berufes, der mich später noch Jahre ernähren sollte.

Nun begann ich meiner – neben dem Sport – zweitwichtigsten Passion etwas mehr Raum in meinem Leben zu geben und startete eine kaufmännische Verlagsausbildung. Hier lernte ich die Arbeit mit Texten (ah, die Zielgerade kommt in Sicht) und Grafiken und deren sinnvoller Verteilung auf Blättern weissen Papieres zur Vermittlung von Informationen in strukturierter Form kennen.

Dieses Wissen wollte ich nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Ausbildung auch gleich nutzen und machte mich – von freier Zeiteinteilung träumend – mit einer Lektorats- und Layoutfirma selbständig. Im Laufe dieser fünfjährigen Selbständigkeit wandelte sich meine Tätigkeit immer mehr von den Texten und Grafiken auf Papier hin zu selbigen im Internet. Meine Fähigkeit im Umgang mit Texten und Grafiken paarte sich mit meiner Affinität zu Computern, und so begann ich mehr und mehr, anderen Firmen dabei zu helfen, ihre Geschäftsprozesse im Internet abzubilden und damit zu verbessern.

Nebenbei studierte ich in diesen fünf Jahren auch noch Anthropologie, Philosophie und Vor- und Frühgeschichte an der Universität Mainz, aber dies nur am Rande.

Zum Anfang des neuen Jahrtausends beschlich mich das ungute Gefühl, dass die Bewertung von vielen Firmen im Internet-Bereich wohl nicht auf gesundem Menschenverstand beruhen könnte und dass hier – wenn diese Blase platzen würde – eine ganze Branche mit in den Strudel der Verdammnis gerissen werden könnte. Daher schaute ich eines schönen Wochenendes mal die Anzeigen in einer bekannten deutschen Tageszeitung mit drei Buchstaben durch und fand die Anzeige einer Tochtergesellschaft des RWE-Konzerns für die Stelle eines „Content Manager Internet“. Ich baute eine Bewerbungswebsite mit meinen Daten und Referenzen zusammen, schickte eine E-Mail, erhielt eine halbe Stunde später einen Anruf, ging zum Vorstellungsgespräch und hatte eine gute Stunde später einen neuen, gutbezahlten Job in einer stabilen „Old-Economy“-Firma mit 12.600 Mitarbeitern und 2,8 Mrd. Euro Umsatz per anno.

Hier arbeite ich heute noch, und zu meinen Aufgaben gehören die Konzeption, der Aufbau und die Weiterentwicklung des Internets und des Intranets (hierzu gehört auch das Texten 😉 sowie die Betreuung und inhaltliche Verantwortung eines Kundenmagazins. Die Arbeitszeiten sind angenehm, jedoch hat man des öfteren Monate im Jahr, in denen man pro Woche eineinhalb Wochen arbeitet ;-). Aber es macht immer noch einen Riesenspass, und ich liebe es, etwas bewegen zu können und Verantwortung zu haben.

Im Jahr 2003 schloss ich darüber hinaus auch noch eine Ausbildung (Fernstudium) zum „Werbetexter (VNR)“ ab, um meine Fähigkeiten im Umgang mit werblichen und Marketing-Texten noch weiter auszubauen.

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